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Fußball-Mütter
16 Jul 2011

Fußball-Mütter

Nachwuchs, Spieler, Talente No Comments

Einer der ersten Post hier im Blog war Fußball-Väter, heute gehts dann mal um die rationale Seite im Haushalt, die Mütter. Der Grund ist ein Artikel den ich auf der Sportseite derwesten.de gelesen habe. In dem Artikel geht es um die Bundesliga-Spielerin Sabrina Bemmelen von der Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck. Mit 15 wollte Sylvia Neid sie unbedingt zur Nationalmannschaft holen, allerdings hatte ihre Mutti etwas dagegen und Sabrina Bemmelen musste statt dessen für die Schule lernen. Super.

Bei vielen Spielerinnen wird die heutige Bundestrainerin Silvia Neid nicht hartnäckig versucht haben, sie in den Nachwuchskader zu integrieren. „Sie hat wohl öfter mal angerufen“, sagt die Neu-Essenerin. Einen Lehrgang hatte die damals 15-Jährige Bemmelen bereits absolviert. Unter anderem mit Annike Krahn. Die Einladung zu einem zweiten sagte ihre Mutter ab. „Wegen meiner schulischen Leistungen.“

Kaum vorstellbar, dass ein Vater seinem Kind (egal ob Junge oder Mädchen) so etwas antut und ihm verbietet, zur Deutschen Fußball Nationalmannschaft für einen Lehrgang zu reisen. Wir wissen halt, dass es eine große Chance ist, die man selbst nie hatte. Aber Mütter haben halt nicht so den Zugang dazu. Die kommen am Wochenende ja auch nur mit zu den Spielen damit sie mit den anderen Müttern tratschen können. Aber Leistungssport?
Zugegeben, so leicht ist solch eine Entscheidung natürlich auch nicht. Selbst auf einer kleineren Stufe ist so eine Entscheidung sehr schwierig. Stecke ich mein Kind in ein Internat bei einem Bundesligisten oder lieber nicht? Väter tendieren dabei immer dazu, ihr Kind dem Verein anzuvertrauen. Mütter sind da immer ein wenig skeptischer und dass ist ehrlich gesagt auch gut so. Denn die Schule zu vernachlässigen und auf die Karte Fußball zu setzen ist mehr als riskant. Und bei Mädchen natürlich erst Recht, auch wenn es zum Beispiel bei Kim Kulig mit dem Besuch im HSV-Internat voll aufgegangen ist.

Sabrina Bemmelen sieht es übrigens inzwischen so:

Den Fußball hinten an zu stellen, sei die absolut richtige Entscheidung gewesen, sagt sie heute.
„Ich stehe fest im Leben, habe Abi und eine Ausbildung gemacht, Berufserfahrung gesammelt und bin unabhängig“, so die 23-Jährige, die bald ein Lehramtsstudium mit den Fächern Sport und Deutsch aufnehmen wird. Und mit der SG Schönebeck spielt sie zudem künftig in der Eliteliga.

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